Okt
28
2008

Ausrüstung

Was man so nach und nach benötigt:

Zu Beginn braucht man nur ganz normale, bequeme Sportkleidung und ein Shinai. Da Kendo eine sogenannte Budo-Sportart ist, wird sie barfuss betrieben. Schuhe werden somit nicht benötigt.

Nach einer Weile kann man sich dann die Kendo Bekleidung – bestehend aus Hakama und Gi – anschaffen. Beherrscht man die erforderlichen Grundübungen kommt noch die Kendo-Rüstung hinzu. Diese besteht aus Tare, Do, Kote und dem Men.

Das Shinai

Shinai - Bambus-Übungsschwert

Das Shinai, das “Bambus-Schwert” ist das zentrale Sportgerät für jeden Kendoka. Es ist dem Prinzip der Samuraischwerter nachempfunden: Es hat einen “Schwertrücken”, ein rundes Heft / Stichblatt (Tsuba) und wird im Prinzip genauso gehandhabt, wie ein Samuraischwert.
Shinai gibt es in verschiedene Größen: Für Herren, Damen und Kinder. Ein Herren-Shinai ist beispielsweise ca. 120 cm lang und mindestens 510 Gramm schwer. Die Ausführungen für Damen und Kinder sind ein wenig kürzer und leichter. Shinais bestehen aus vier einzelnen Bambuslatten, die an den Enden mit Lederkappen (Griffstück und Spitze)verbunden sind. Griffstück und Spitze werden durch eine straff gespannte Schnur (jap.: Tsuru), die den Schwertrücken darstellt, verbunden. Das Heft / Stichblatt (jap.: Tsuba) wird in Form einer runden Scheibe von hinten auf das Griffstück geschoben.
So entsteht ein stabiler Schwert-Ersatz, der trotzdem flexibel genug ist, um bei “Treffern” keine Verletzungen hervorzurufen.

Hakama und Gi

Hakama und Gi sind traditionelle japanische Kleidungsstücke. Ein Hakama ist ein Kleidungsstück, das stark an einen knöchellangen Hosenrock erinnert. Durch die Länge werden Bewegungen der Füße oder Beine nur schwer erkennbar. Angriffe oder Ausweichbewegungen eines Kendoka lassen sich dadurch schlechter vorausberechnen.
Hakamas werden ebenfalls bei Aikido oder Kjudo getragen.

Hakama - Hose Gi - Jacke

Ein Gi ist im Grunde genommen eine Jacke, ähnlich wie sie beim Karate, Judo oder Aikido benutzt werden. Ein Kendo-Gi ist im Vergleich zu den Gis der vorgenannten Sportarten ein wenig dicker (Schutzwirkung)und hat kürzere Ärmel.

Die Kendo-Rüstung

Eine Kendo-Rüstung besteht aus dem Men, den Kote, dem Do und dem Tare.
Nun zu den Bestandteilen im einzelnen:

Der Men dient nicht nur zum Schutz des Kopfes, am Vorderteil des Men ist ebenfalls ein Schutz (sog. Tsuki-Tare) für die empfindliche Kehle angebracht. Die auf der Abbildung gut sichtbaren Flügel schützen darüber hinaus noch die Schulterpartien der Kendokas. Das Gitter bestanden in der Regel aus Stahlstäben, mittlerweile werden jedoch meist Aluminium- oder Titanlegierungen verwandt. Der Rest des Kopfschutzes besteht aus dicht vernähter, mehrlagiger Baumvolle.

Men - Kopfschutz Kote - Handschutz

Die Kote schützen die Hände und die Unterarme. Sie bestehen auf der Außenseite der Hände aus stark gepolsterter Baumwolle. Die Innenseiten, also die Griffflächen sind aus weichem Leder. Die Unterarme sind durch dicht vernähte, mehrlagige Baumwolle geschützt. Da der Unterarmschutz nicht direkt an den Unterarmen anliegt, ist eine maximale Beweglichkeit der Handgelenke gewährleistet.

Der Do schützt beim Kampf die Brust und die Seiten. Wurde er in frühreren Zeiten häufig aus einzelnen Bambusstreben hergestellt, so besteht er heutzutage meistens aus Kunststoff. Der Do wird mittels Bänder, die auf dem Rücken gekreuzt werden am Körper befestigt.

Do - Brustschutz

Tare - Hüftschutz

Das Tare besteht aus einem breiten Gurt, an dem vorne fünf “Schutzplatten” aus mehrlagiger Baumwolle befestigt sind. Auf der mittleren Platte werden oft Namens- und/oder Vereinsbezeichnungen angebracht.

Written by Peter in: |

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